Einwegkameras – Das macht sie so attraktiv

Eine Einwegkamera (auch Wegwerfkamera genannt) ist eine Sucherkamera, welche lediglich nur einmal verwendet werden kann. Sobald die Anzahl der verfügbaren Bilder erreicht wurde, wird sie einfach unbrauchbar, davon auch der Name. Der bereits vorhandene Film in der Kamera lässt sich nicht auswechseln, man kann nur den Film entwickeln, danach ist die Kamera nutzlos, es können mit ihr keine weiteren Bilder geschossen werden. In der Regel kann man mit dem vorhandenen Film 27 Bilder schießen, die im Anschluss entwickelt werden. Viele Oldschool-Liebhaber stehen auf dieses Kameramodell. Die Eiwegkameras gibt man im Fotolabor ab, wo sie geöffnet und der dort eingelegte Film entwickelt wird. Was die leeren Kameragehäuse betrifft, sie werden vom Fotolabor entweder selbst entsorgt oder sie werden eingesammelt. Manchmal werden sie dann durch den Hersteller der Einwegkamera mit einem neuen Film versehen und wieder auf den Markt gebracht. Die ersten Einwegkameras wurden in den 90. Jahren von Fujifilm entwickelt. Das Außengehäuse der ersten Einwegkameras wurde aus einem dicht verklebten Karton hergestellt und mit einer Fixfokus-Kunststofflinse und einem einfachen Sucher ausgestattet. Mit der Zeit folgten dann Modelle mit integriertem Blitzlicht. Die heutigen Wegwerfkameras entsprechen im Allgemeinen der von Fuji entwickelten Bauweise. Manche Modelle haben ein Kunststoffgehäuse, diese kann man dann bedingt unter Wasser verwenden. Neben dem Auslöserknopf der Einwegkamera ist meist ein Zählwerk angebracht, das die Anzahl der noch unbelichteten Bilder zeigt (es wird heruntergezählt). Der Filmtransport geschieht manuelle mit einem Rädchen.

Die verschiedenen Einwegkameraarten

Die Wegwerfkameras gibt es auf dem Markt mit unterschiedlichem Funktionsumfang und verschiedenen Bauarten:

  1. Die herkömmliche Einwegkamera. Dieses Standardmodell besitzt keinen großen Funktionsumfang, es hat lediglich neben einem Fotozähler nichts mehr extra. Die Fotos sollten bestenfalls im hellen Tageslicht gemacht werden.
  1. Wegwerfkamera mit integriertem Blitz.Bei einer Einwegkamera mit Blitz steht einem neben den klassischen Funktionen noch ein Blitz zur Verfügung. Damit lässt sich die nahe Umgebung im Dunkeln etwas erhellen, um eine bessere Bildqualität zu bekommen. Man kann zwar davon nicht sehr viel erwarten, allerdings kann dadurch das standardmäßige Bildrauschen reduziert werden.
  1. Wasserdichte Einwegkamera. Wenn man oft Fotos unterwegs unter freiem Himmel schießt, dann ist ein solches Modell auf jedem Fall empfehlenswert. Diese Modelle sind jedoch nicht mit einem Blitz ausgestattet, deswegen sollte man auf genügend Umgebungslicht achten. Wichtig: Für echte Unterwasseraufnahmen sollte man jedoch eher digitale Unterwasserkameras benutzen.
  1. Digitale Einwegkamera. Die digitalen Eiwegkameras kommen ohne einen eingelegten Film aus. Neben dem Auslösen haben sie eine Zoomfunktion, außerdem lassen sich nicht gut gelungene Bilder löschen, was langfristig gesehen die Kosten einspart.

Die Funktionsweise einer Einwegkamera

Bei einer Einwegkamera ist der Film schon integriert – man kann sofort loslegen, nicht mal eine Batterie wird benötigt (außer bei Modellen mit Blitz). Die Bedienung entspricht dem spartanischen Funktionsumfang und ist deswegen denkbar einfach. Darüber hinaus sollte man beachten, dass man mit dieser Kamera Fotos am besten beim hellen Licht aufnehmen sollte. Bei natürlichem Licht fällt das Bildrauschen etwas geringer auf. Zu den Bedienelementen einer Einwegfotokamera gehören der Auslöser und das Rädchen für den Film – das ist schon alles. Nach dem Auslösen dreht man das Rädchen, damit der Film durchgezogen wird und für das nächste Foto vorbereitet wird.

Was macht man, wenn der Film voll ist?

Wurden alle 27 Bilder eines Fotofilms geschossen, dann sollte der Film entwickelt werden. Dafür nimmt man den Fotoapparat zu einem Fotolabor, beispielsweise in einem Drogeriemarkt, wo er entwickelt wird. Die Wergwerfkamera wird dort einfach abgegeben, jetzt muss man nur noch auf die fertigen Bilder warten, die Einwegkamera ist danach unbrauchbar.

Vor- und Nachteile einer Einwegkamera

  1. Zu den größten Pluspunkten dieser Fotokamera gehört bestimmt ihre einfache Handhabung. Selbst Laien können damit gute Fotos schießen. Die spärliche Ausstattung minimiert das Risiko von technischen Fehlern oder falschen Konfigurationen.
  1. Bei Einwegkameras ohne Blitz braucht man nicht mal eine Batterie.
  1. Ein geringer Anschaffungspreis von ungefähr 5 bis 15 Euro ist ein weiteres Argument für die Einwegkamera.

Die weiteren Vorteile:

  • ein manchmal umständliches Entnehmen des Films entfällt
  • die Kamera kann spontan und ohne Voreinstellungen schnell genutzt werden

Die Nachteile:

  • zusätzliche Kosten für die Fotoentwicklung
  • eine geringe Fotoqualität im Vergleich zu den herkömmlichen Kameras
  • eine gute Umgebungsbeleuchtung für gelungene Bilder ist ein Muss

Wo setzt man eine Einwegkamera am besten ein

Einwegkameras lassen sich hervorragend auf einer Hochzeit für die Gäste bereitstellen. Sie sind einfach zu bedienen, damit können auch zu fortgeschrittener Stunde lustige und erinnerungsvolle Fotos entstehen. Die Qualität der Aufnahmen ist zwar definitiv nicht die beste, allerdings macht das Bildermachgen mit einer Wegwerfkamera sicherlich Spaß. Man kann dann nach der Filmentwicklung den Hochzeitsabend aus der Sicht der einzelnen Gäste Revue passieren lassen. Die weiteren Einsatzmöglichkeiten einer Einwegkamera:

  • gut für den Urlaub – eine günstige Alternative zu den teuren Kameras
  • eine gute Möglichkeit für Unterwasserfotografie in flachen Gewässern
  • für jegliche Feiern und auf Partys bestens geeignet.

 

Einwegkameras
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